Mittwoch, 17. Juni 2026
Forschung und Wissenschaft
Abschwellende Nasensprays mit Wirkstoffen wie Xylometazolin werden in Foren und teils auch in Erfahrungsberichten von Hebammen als „Hausmittel“ gegen Hämorrhoiden in der Schwangerschaft genannt. Pharmakologisch klingt die Idee zunächst plausibel: Gefäßverengung kann Gewebe abschwellen lassen. Klinisch ist diese Anwendung, vor allem in der Schwangerschaft, aber nicht belegt. Auch das niederländische Pharmakovigilanz-Zentrum Lareb sieht die Anwendung kritisch.
Mehr hilft nicht immer mehr: Wer bei Schmerzen zu einer höheren Ibuprofen-Dosis greift, erhält nicht automatisch eine stärkere Schmerzlinderung. Studien zeigen, dass der schmerzstillende Effekt bereits bei 400 mg weitgehend ausgeschöpft ist. Höhere Dosierungen haben dennoch ihren Platz in der Therapie, allerdings vor allem wegen ihrer entzündungshemmenden Wirkung.
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Apothekenpraxis
Trockene Haut, Schrunden und Verhornungen sind bei Menschen mit Diabetes keine Seltenheit. Was zunächst wie ein kosmetisches Problem wirkt, kann jedoch weitreichende Folgen haben. Durch Nervenschäden und Durchblutungsstörungen werden kleine Verletzungen häufig erst spät bemerkt und heilen zudem langsamer. Umso wichtiger ist eine angepasste Fußpflege, die die Haut schützt, ohne zusätzliche Risiken zu schaffen.
Ein Neugeborenes kommt nicht mit derselben Haut zur Welt wie ein Erwachsener. Tatsächlich ist die Haut unmittelbar nach der Geburt nahezu neutral und arbeitet in den ersten Lebenstagen aktiv daran, saurer zu werden. Warum dieser Prozess für den Schutz vor Reizstoffen, Neurodermitis und möglicherweise sogar Allergien entscheidend sein könnte, beschäftigt Forschende seit Jahren.
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