Donnerstag, 05. November 2026
Interview
Mit der kürzlich im Ministerrat vorgestellten Begutachtung nimmt das Impfen in Apotheken konkrete Formen an. Der Verband Angestellter Apotheker Österreichs (VAAÖ) begrüßt die geplante Kompetenzerweiterung, fordert aber einen breiteren Impfstoffumfang und praktikable Arbeitsbedingungen. „Insbesondere muss die Influenza-Impfung von Beginn an möglich sein“, hält die Interessenvertretung fest.
Die gesetzlichen Grundlagen für das Impfen in Apotheken wurden am 4. November im Ministerrat auf den Weg gebracht und zur Begutachtung vorgelegt. Der Start ist für Frühjahr 2027 geplant. Die Angestelltenvertretung FORUM!pharmazie begrüßt diesen Schritt, sieht aber noch Gesprächsbedarf bei der Impfstoffauswahl. „Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam in Sachen Prävention sehr viel bewegen können“, sagt FORUM!pharmazie-Präsidentin Monika Aichberger.
Anzeige
Apothekenpraxis
Wie erwartet stößt die geplante Einführung des Impfens in Apotheken bei der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) auf Kritik. Sie bezweifelt, dass das zusätzliche Angebot die Impfraten steigert, und fordert stattdessen Erinnerungssysteme sowie eine verlässliche Impfstoffversorgung der Ordinationen. Zudem verlangt sie klare Qualitätsstandards und unterstellt den Apotheken, wirtschaftliche Interessen in den Vordergrund zu stellen.
Markt
Eine Charge von Mynzepli 40 mg/ml Injektionslösung (Aflibercept) in einer Fertigspritze wird wegen fehlerhafter Griffhilfen zurückgerufen. Der Rückruf erfolgt bis auf Apothekenebene.
International
Erstmals seit 30 Jahren ist im US-Staat New York ein Todesfall im Zusammenhang mit Masern gemeldet worden. Betroffen ist ein Kind aus Lewis County. „Es bricht mir das Herz, zu erfahren, dass ein Kind in Lewis County nach einer Maserninfektion gestorben ist“, erklärte Gouverneurin Kathy Hochul.
ELPATO Medien GmbH
Postgasse 8B
A-1010 Wien
TARA24 ist ein Produkt der ELPATO Medien GmbH