Rückruf aufgrund fehlerhafter Griffhilfen


Viktoria Anderle

Symbolbild: Ein Warnschild wie im Verkehr - rot umrandetes Dreieck mit den Worten "Rückruf".
Ursache des Rückrufs ist eine fehlerhafte Griffhilfe, auch Fingerflansch genannt. Sie befindet sich am hinteren Ende des Spritzenzylinders und dient beim Injizieren als Auflage für die Finger.Daniel Ernst/AdobeStock_273673355

Eine Charge von Mynzepli 40 mg/ml Injektionslösung (Aflibercept) in einer Fertigspritze wird wegen fehlerhafter Griffhilfen zurückgerufen. Der Rückruf erfolgt bis auf Apothekenebene.

Wie das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) mitteilte, informierte das Unternehmen seine belieferten Kundinnen und Kunden schriftlich über den Rückruf. Als Grund nennt die Behörde „fehlerhafte Griffhilfen (Fingerflansche) der Fertigspritzen“.

Der Rückruf ist der Risikoklasse II zugeordnet. Es handelt sich somit um eine Situation, die zu Krankheiten oder Fehlbehandlungen führen könnte.

Was ist ein Fingerflansch?

Der Fingerflansch ist die seitliche Auflagefläche am hinteren Ende des Spritzenzylinders. Er gibt Zeige- und Mittelfinger Halt, während der Daumen den Spritzenkolben nach unten drückt.

Betroffene Charge

  • Präparat: Mynzepli 40 mg/ml Injektionslösung in einer Fertigspritze
  • Pharmazentralnummer: 6060902
  • Chargennummer: 2325718
  • Verfalldatum: 31. Mai 2027

Der Rückruf betrifft die angeführte Charge und reicht bis auf Apothekenebene.

Aflibercept bei Netzhauterkrankungen

Mynzepli enthält den Wirkstoff Aflibercept und ist ein Vascular Endothelial Growth Factor-Inhibitor (VEGF-Inhibitor). Das enthaltene rekombinante Fusionsprotein hemmt den vaskulären Endothelwachstumsfaktor VEGF. Dadurch können die krankhafte Gefäßneubildung sowie der Flüssigkeitsaustritt aus den Gefäßen unterbunden werden. Flüssigkeitsansammlungen und Schwellungen der Netzhaut werden vermindert.

Aflibercept wird bei Erwachsenen unter anderem zur Behandlung der feuchten altersbedingten Makuladegeneration sowie bei einer Sehbeeinträchtigung durch ein diabetisches Makulaödem oder ein Makulaödem nach einem retinalen Venenverschluss eingesetzt. Die Verabreichung erfolgt als Injektion in den Glaskörper des Auges (intravitreal) durch entsprechend qualifizierte Ärztinnen und Ärzte.



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