„Danke an alle Apothekerinnen und Apotheker und ihre Teams“


Redaktion

ÖAK-Präsidentin Mag. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr betont die wichtige Rolle der Apotheken.Christian-Husar

Im Alltag scheint die Versorgung durch die Apotheke um die Ecke selbstverständlich. Doch das ist sie nicht, wie die Österreichische Apothekerkammer (ÖAK) anlässlich des heutigen Welt-Apothekertags deutlich macht.

Etwa 7000 Apotheker:innen sind es, die in den 1470 öffentlichen Apotheken und 43 Krankenhausapotheken des Landes die Versorgung rund um die Uhr, flächendeckend und gerecht sichern. „Der Welt-Apothekertag ist der richtige Tag, um Danke zu sagen: an alle Apothekerinnen und Apotheker sowie das gesamte Apotheken-Team, die Tag für Tag, an Sonn- und Feiertagen und mitten in der Nacht, für die Menschen in Österreich da sind“, betont ÖAK-Präsidentin Mag. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr. 

Dies sei keine Selbstverständlichkeit, sondern „tägliche Höchstleistung eines Berufsstands, der Verantwortung lebt“, so die Kammerchefin. „Gerade weil unsere Apotheken so nah an den Menschen sind, wissen wir, wo im Gesundheitssystem der Schuh drückt – und wie man kurzfristig die Versorgung spürbar verbessern und langfristig das System strukturell absichern könnte.“ 

Primärversorgungspunkt Nummer 1

Bis zu 600.000 Patient:innen gibt es täglich in den öffentlichen Apotheken, damit sei man Teil der kritischen Infrastruktur und der meistfrequentierte Primärversorgungspunkt Österreichs, betont die Kammer.

„Immer mehr Geld fließt ins Gesundheitssystem – trotzdem wird die Versorgung für viele Menschen schlechter. Wartezeiten werden länger, Untersuchungen doppelt gemacht, niemand weiß mehr genau, wohin man sich wenden soll. Das Problem ist nicht zu wenig Geld, sondern dass Leistungen oft am falschen Ort erbracht werden“, kritisiert Raimund Podroschko, 1. Vizepräsident der ÖAK.

Daher müsse die Apothekerschaft stärker in die aktuellen Reformüberlegungen und in die primäre Versorgungsebene eingebunden werden. Und es brauche eine angemessene finanzielle Honorierungen für diese Leistungen, denn wirtschaftlich starke Apotheken könnten langfristig gut und künftig noch umfangreicher versorgen.

„Die Apothekerschaft steht bereit“

„Das Potenzial der Apothekerinnen und Apotheker ist riesig, von Impfungen über Medikationsanalysen bis zur Telemedizin – und international längst gelebte Praxis. Was anderswo funktioniert, muss auch in Österreich endlich möglich werden. Für das Impfen in der Apotheke gibt es bereits die Zusage der Bundesregierung. Jetzt ist die Politik gefordert, diesen Auftrag auch tatsächlich umzusetzen: Der Start muss mit Jahresbeginn 2027 gelingen“, so Podroschko.

„Die Apothekerschaft steht bereit, ihr Fachwissen, Erfahrung, Erreichbarkeit und digitale Innovationskraft in eine echte Partnerschaft mit allen Akteuren des Gesundheitssystems einzubringen. Dazu braucht es vor allem die nachhaltige und faire Finanzierung aller gesundheitlicher Dienstleistungen sowie klare rechtliche Kompetenzen für innovative Versorgungsmodelle. Nur dann können wir unser volles Potenzial im Sinne der Patientinnen und Patienten entfalten. Damit der Motor unseres solidarischen öffentlichen Gesundheitssystems wieder rund läuft“, so Mursch-Edlmayr abschließend.



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