Mit Spielgeld in der Apotheken bezahlt – dieser skurrile Fall landete vor Gericht. Die Täterin wurde nun verurteilt: Sie konnte nicht glaubhaft vermitteln, dass diese Aktion ein Versehen war. Gekauft hat sie mit dem falschen Zehner ein Antidepressiva. Auch die abgebende Apothekerin war vor Gericht als Zeugin geladen.
Über die Aussagen der 32-jährigen Steirerin vor dem Straflandesgericht in Graz berichtete die „Kronen-Zeitung“. Ihre Handlung könne die Frau heute nicht mehr nachvollziehen „Es war ein Blödsinn!“, wird sie vom Portal zitiert. „Meine Tochter hat zum Geburtstag eine Spielküche bekommen, da war auch das Geld dabei.“ Ein falscher Zehn-Euro-Schein aus dem chinesischen Online-Shop sei ihr einzeln zufällig zwischen die Finger gekommen. „Ich hab ihn einfach mitgenommen. Das war keine Absicht!“
Dass sie den Schein dann aber auffällig zerknüllt und damit als Fälschung möglichst unkenntlich in der Apotheke vorgelegt habe, sei Zufall gewesen. Der Richter wollte ihr das nicht recht glauben. Auch die vorgeladene Apothekerin beschreibt ihre damalige Kundin in einem nervösen und gehetzten Zustand. „Sie wollte schnell wieder hinaus.“ Dass die Angeklagte nicht einmal mehr auf das Wechselgeld habe warten wollen, liege an ihrer spendablen Art, „ich gib immer Trinkgeld“, habe sie vor Gericht zu Protokoll gegeben.
Nachdem die Kundin die Apotheke zügig wieder verlassen hatte, fiel der falsche Zehner dem Team auf. „Ja, der Schein hat sich ganz anders angefühlt und war viel heller. Wir haben ihn dann auch mit anderen Scheinen verglichen“, so die Apothekerin laut „Kronen-Zeitung“.
Am Ende gab es für die zweifache Mutter sechs Monate auf Bewährung: „Sie haben die geringste Strafe bekommen, die möglich war. Jetzt sollten Sie sich wohlverhalten“, so der Richter. Das wolle die Täterin: „Es tut mir wirklich leid. Ich hab das ganze Spielgeld weggeschmissen.“
