Hydrogele: So klappt die Herstellung


Nadine Tröbitscher

Patene in der Rezeptur
Zum Teil müssen eine Quellzeit eingehalten und daraus entstehende Verdunstungsverluste ergänzt werden.Foto: tahir xh/stock.adobe.com

Hydrogele auf Basis von Wasser oder Alkohol sollten klumpenfrei und ohne Einschlüsse von Pulvernestern sein. Damit die Herstellung von Gelen gelingt, ist auf einiges zu achten.

Hydrogele sind einphasig und fettfrei. Ihre Grundlage kann wässrig oder alkoholisch-wässrig sein. Die Zubereitungen können mithilfe von anorganischen oder organischen Gelbildnern hergestellt werden. Anwendung finden Hydrogele unter anderem auf fettiger Haut (Seborrhoe) sowie bei akuten und subakuten Dermatosen. Sie besitzen eine kühlende Wirkung, können Haut und Schleimhaut aber auch austrocknen.

Celluloseether wie Hydroxyethylcellulose oder Carmellose Natrium kommen häufig als Gelbildner in der Rezeptur zum Einsatz. Für die Herstellung von Gelen gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Aufstreuen des Gelbildners auf die Flüssigkeit und rühren
  • Anreiben des Gelbildners mit einem hydrophilen Hilfsstoff, der nicht zur Quellung führt und Bestandteil der Rezeptur ist. Geeignet sind Propylenglykol oder Glycerol. Im Anschluss wird die Flüssigkeit hinzugegeben.
  • Gelbildner in sehr heißes Wasser einrühren, dazu den Quellstoff auf das Wasser aufstreuen und rühren. Wasser ergänzen nicht vergessen.

Carbomere können einfach in Wasser dispergiert werden. Dazu das Verdickungsmittel vorlegen und Flüssigkeit unter Rühren hinzugeben. Erst wenn eine Base wie Trometamol oder Natriumhydroxidlösung zum Ansatz gegeben wird, beginnt das Quellen.

Enthält die Rezeptur weitere feste Bestandteile in großer Menge, kann es angezeigt sein, eine Trockenverreibung der Substanzen durchzuführen und im Anschluss die Flüssigkeit hinzuzufügen.

Stehenlassen nicht vergessen: Zum Teil müssen eine Quellzeit eingehalten und daraus entstehende Verdunstungsverluste ergänzt werden.

An Konservierung denken: Gele auf Wasserbasis ohne Alkoholanteil sind mikrobiell anfällig und sollten konserviert werden. Geeignet sind in Abhängigkeit vom Gelbildner PHB-Ester oder Sorbinsäure und Kaliumsorbat.



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