Seit Jänner 2025 ermittelt das Wiener Landeskriminalamt wegen mehrerer Rezeptfälschungen. Betroffen waren vor allem Suchtmittelrezepte. Eine zunächst unbekannte weibliche Person soll im Großraum Wien Rezepte mit erfundenen Identitäten in Apotheken teilweise erfolgreich eingelöst haben. Im Zuge der Ermittlungen konnte sie ausgeforscht werden, wobei sich zeigte, dass ihr Schwiegersohn mutmaßlich als eigentlicher Verantwortlicher gilt.
Zusammenarbeit
Seit Anfang des vergangenen Jahres ermittelt das Wiener Landeskriminalamt in einer Serie von Rezeptfälschungen. Dabei soll unter anderem versucht worden sein, Suchtgiftpräparate wie Substitol zu erlangen. Zu diesem Zeitpunkt war bekannt, dass eine ältere Frau mit mehreren nicht existenten Identitäten versucht haben soll, Rezepte in Wiener Apotheken einzulösen, wie die Polizei in einer Presseaussendung mitteilte. Durch die Zusammenarbeit mit der Apothekerkammer Wien gelang es schließlich, die Verdächtige zu identifizieren: Eine 72-jährige Österreicherin.
Schwiegersohn als mutmaßlicher Haupttäter
Im Zuge einer von der Staatsanwaltschaft Wien angeordneten Hausdurchsuchung sowie weiterer Erhebungen konnten die Ermittler den mutmaßlich eigentlichen Verantwortlichen ausforschen. Dabei handelt es sich um den 30-jährigen Schwiegersohn der Frau. Er steht im Verdacht der Urkundenfälschung.
Gefälschte Rezepte im zweistelligen Bereich
Der Mann wurde bei einer Hausdurchsuchung an seiner Wohnadresse in Wien-Ottakring vorläufig festgenommen. In der Wohnung stellten die Ermittler gefälschte Rezepte im zweistelligen Bereich sicher, heißt es in der Presseaussendung der Wiener Landespolizei. Der 30-Jährige verweigerte die Aussage und wurde auf freien Fuß angezeigt. Auch die 72-jährige Frau wurde angezeigt.
