Die alte Pharmazeuten-Rezeptur machen die Bonbons vom Apothekerpaar Margit und Stefan Niklas aus. Seit 2011 vertreiben sie Pastillen mit Latschenkiefernöl und weiteren Kräutern in Deutschland unweit der österreichischen Grenze. Seit Februar läuft auch der Vertrieb in Österreich – bereits 50 Apotheken haben „Lagubo“ ins Sortiment genommen.
Das Ehepaar Niklas übernahm die Rezeptur von der Kronen-Apotheke in Bad Reichenhall. Apotheker Mathias Mack entdeckte Latschenkiefer als Arzneipflanze und destillierte 1856 erstmals das Öl aus Nadeln und Ästen. Das Kräuteröl wird in kleinen Tropfen in die Pastillen aus Gummi arabicum eingearbeitet und durch das Lutschen langsam freigesetzt.
Früher auch als Arzneimittel
Weitere Inhaltsstoffe der seit 1926 erhältlichen Bonbons bei Husten und Heiserkeit sind Pfefferminzöl, Spitzwegerichkraut, Thymian und Primelwurzel. Die Bonbons können auch als „Hot Lagubo“ in heißem Wasser aufgelöst und wie ein Tee getrunken werden. Die Kombination sei weltweit einzigartig. Früher sei es ein Arzneimittel gewesen und habe noch Ephedrin und ein Lokalanästhetikum enthalten, sagt Niklas der die Marienapotheke führt.
Kooperation mit den Salzburger Festspielen
Mittlerweile ist es als Lebensmittel zugelassen. Die Apotheker verfeinerten die Rezeptur und verwenden beispielsweise seit 2018 Bio-Latschenkieferöl. Das Apothekerpaar ist auch für Kooperationen offen. In vergangenen Jahren wurde etwa mit den Salzburger Festspielen zusammengearbeitet. Schließlich ließe sich mit den Pastillen auch der „Konzerthusten“ beruhigen. In Deutschland gehören rund 1300 Apotheken zu den Vertriebspartnern. In Österreich laufe der Vertrieb über ECA Aponova, sagt Niklas. „Hier kennt noch keiner Lagubo.“
