Freitag, 18. September 2026
Public Health
Eigentlich ist Ende September die Zeit, in der Expert:innen und öffentliche Stellen dazu aufrufen, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Dies gilt vor allem für vulnerable und ältere Personen sowie für die „Multi-Spreader“: Kinder und Jugendliche. Doch Aktionen – beispielsweise Impftage auf öffentlichen Plätzen in den Bezirken Kufstein, Schwaz und Kitzbühel für die breite Bevölkerung – mussten nun mangels Impfstoffs abgesagt werden.
Aktuelle Engpässe belasten Patient:innen und haben auch großen Einfluss auf die tägliche Arbeit an der Tara. Die Lage sei „nicht gut“, erklärte nun auch Monika Vögele vom Verband der österreichischen Arzneimittelvollgroßhändler (Phago) gegenüber dem ORF, mit dem Blick auf Psychopharmaka.
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Apothekenpraxis
Eine scheinbar unverdaut ausgeschiedene Tablette sorgt schnell für Verunsicherung. Bei bestimmten Retardpräparaten ist genau das jedoch Teil des Arzneiform-Prinzips: Der Wirkstoff wurde bereits freigesetzt, zurück bleibt nur die leere Hülle oder Matrix. Solche Überreste werden als „Ghost Tablets“ bezeichnet.
Deutschlandreport
Pseudoephedrin ist auch in Österreich Bestandteil mehrerer rezeptfreier Erkältungspräparate. In Deutschland rät die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) nach der Auswertung von 51 Verdachtsfällen unerwünschter Arzneimittelwirkungen nun zu besonderer Vorsicht bei der Abgabe. Auffällig waren vor allem kardiovaskuläre Beschwerden und allergische Reaktionen.
Forschung und Wissenschaft
Eine Impfung rund um den Beginn einer Krebstherapie ist mit einer geringeren Sterblichkeit verbunden. Dieser Zusammenhang scheint jedoch nicht spezifisch für mRNA-Impfstoffe zu sein. Eine neue Analyse von US-Medicare-Daten zeigt einen ähnlichen Effekt auch nach einer Grippeimpfung und stellt damit die Annahme infrage, mRNA-Impfstoffe könnte die Krebsimmuntherapie gezielt verstärkt.
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