Apothekerverbandswahl: Wahlbeteiligung steigt auf 76 Prozent


Viktoria Anderle

Symbolbild: Nahaufnahme von einem Wahlbrief mit dabei liegendem Stimmzettel
In vier Bundesländern wurden neue Landesgruppenspitzen gewählt.U. J. Alexander/AdobeStock_1878880123

Der Österreichische Apothekerverband hat seinen Vorstand und die Landesgruppenobleute für die Funktionsperiode von 1. Jänner 2027 bis 31. Dezember 2031 gewählt. Die Wahlbeteiligung lag mit 76 Prozent über jener von 2021. Besonders hoch war sie in Vorarlberg und Tirol.

1283 von 1683 Wahlberechtigten gaben bei der diesjährigen Apothekerverbandswahl ihre Stimme ab. Damit erreichte die Wahlbeteiligung laut veröffentlichtem Ergebnis 76 Prozent. Bei der Wahl 2021 hatten sich 1170 von 1626 Wahlberechtigten beteiligt, das entsprach 72 Prozent. 

Höchste Beteiligung in Vorarlberg

Vorarlberg verzeichnete mit 92 Prozent die höchste Wahlbeteiligung, gefolgt von Tirol mit 90 Prozent und Kärnten mit 82 Prozent. In Wien beteiligten sich 78 Prozent der Wahlberechtigten, in der Steiermark 73 Prozent. Niederösterreich erreichte 72 Prozent, Oberösterreich 71 Prozent. Im Burgenland und in Salzburg lag die Beteiligung bei jeweils 70 Prozent.

Den größten Anstieg gegenüber 2021 gab es in Wien: Dort erhöhte sich die Wahlbeteiligung von 64 auf 78 Prozent. Auch Kärnten legte deutlich zu, von 69 auf 82 Prozent.

Vorstand und Landesgruppenvorsitz getrennt gewählt

Bei der Wahl Ende September wurden zwei unterschiedliche Funktionen vergeben:

  • Vorstand: Insgesamt wurden 53 Vorstandsmitglieder aus den neun Bundesländern gewählt. Die Anzahl der Mandate je Bundesland richtet sich nach der Zahl der dortigen Apotheken.
  • Landesgruppenobleute: In jedem Bundesland wurde gesondert eine Landesgruppenobfrau oder ein Landesgruppenobmann gewählt. Gewählt ist, wer in den Vorstand gewählt wurde und bei der Wahl zum Landesgruppenvorsitz die meisten Stimmen erhielt.

Die Landesgruppenobleute gehören somit zugleich dem Vorstand an. Laut Erläuterung zum Wahlergebnis werden sie innerhalb der jeweiligen Vorstandsliste stets an erster Stelle geführt.

Diese Personen führen die Landesgruppen

Für die kommende Funktionsperiode wurden folgende Landesgruppenobleute gewählt:

  • Burgenland: Dieter Schmid 
  • Kärnten: Hans Bachitsch
  • Niederösterreich: Andreas Hoyer 
  • Oberösterreich: Philipp Rieder 
  • Salzburg: Margarete Olesko 
  • Steiermark: Alexandra Fuchsbichler 
  • Tirol: Matthias König-Mitterhauser 
  • Vorarlberg: Sandra Hammerer 
  • Wien: Bernd Schmudermaier 

In vier Bundesländern wurden neue Landesgruppenspitzen gewählt: In Niederösterreich ist Andreas Hoyer als Nachfolger von Heinz Haberfeld, in Oberösterreich Philipp Rieder als Nachfolger von Sabine Obrecht-Pock. In Vorarlberg wurde Sandra Hammerer für die bisher von Jürgen Rehak ausgeübte Funktion gewählt. In Wien übernimmt Bernd Schmudermaier künftig die Position von Christoph Zeidler. In den übrigen fünf Bundesländern wurden die bisherigen Landesgruppenobleute erneut gewählt.

Stimmenzahlen bei beiden Wahlen

Dass die beiden Wahlergebnisse getrennt zu betrachten sind, zeigt sich etwa in Wien: Bei der Vorstandswahl erhielt Philipp Saiko 184 Stimmen, Bernd Schmudermaier 175. Bei der gesonderten Wahl zum Landesgruppenobmann entfielen auf Schmudermaier 155 Stimmen und auf die zweitplatzierte Corinna Prinz-Stremitzer 87 Stimmen.

Auch in Niederösterreich und Tirol unterscheiden sich die Ergebnisse: Heinz Haberfeld erhielt bei der Vorstandswahl in Niederösterreich 139 Stimmen, Andreas Hoyer 128. Die Wahl zum Landesgruppenobmann gewann Hoyer mit 104 Stimmen. In Tirol erreichte Hermann Buchauer bei der Vorstandswahl 69 Stimmen, Matthias König-Mitterhauser 68. Bei der Wahl zum Landesgruppenobmann lag König-Mitterhauser mit 66 Stimmen vor Buchauer mit 56 Stimmen.

Entsprechend der im Wahlergebnis erläuterten Regel stehen Schmudermaier, Hoyer und König-Mitterhauser als gewählte Landesgruppenobmänner jeweils an erster Stelle ihrer Vorstandsliste.

Präsidium wird gesondert gewählt

Das künftige Präsidium wird in einem weiteren Schritt vom neu gewählten Vorstand bestimmt. Diese Wahl kann auch die Zusammensetzung des Vorstands nochmals verändern: Je nachdem, welche Mitglieder ins Präsidium gewählt werden, rücken Personen aus den Ersatzvorständen nach. Dadurch kann es auch zu Änderungen an den Landesgruppenspitzen kommen.

Laut dem bekannt gegebenen Zeitplan ist die Wahl des Präsidiums und der Rechnungsprüfer für den 5. November vorgesehen. Die neue Funktionsperiode beginnt am 1. Jänner 2027.

Die detaillierten Wahlergebnisse sind beim Österreichischen Apothekerverband unter folgendem Link abrufbar.



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