Raiffeisenbank steigt bei Herba aus


Laura Schulz

Die drei Vorstände von Herba Chemosan Andreas Windischbauer, Andreas Janka und Maximilian von Künsberg Sarre
Herba/Bernhard Wolf

Vier Jahre nach der Übernahme der Herba Chemosan von McKesson steigt die Raiffeisanbank aus. Das Management übernimmt alle Anteile.

Das Management übernimmt per 1. April den 49-prozentigen Anteil des bisherigen Miteigentümers IAG Invest, einer Beteiligungsgesellschaft der Raiffeisen Invest Private Equity Gruppe. Damit werden die drei Vorstände Andreas Windischbauer, Andreas Janka und Maximilian von Künsberg Sarre zu Alleineigentümern. Der größte Pharmagroßhändler Österreichs ist somit zur Gänze in der Hand des Managements.

„Mit der Invest AG konnten wir im Jahr 2022 einen schlagkräftigen Partner gewinnen, um das Unternehmen von McKesson zu erwerben. Seither hat sich die Herba als rein österreichisches Unternehmen hervorragend entwickelt. Für diesen Weg war die Invest AG mit ihrer langjährigen Expertise der perfekte Partner“, so Windischbauer.

Man sei immer ein Partner auf Zeit, der Unternehmen dabei unterstütze, eine gesunde Struktur und Finanzierung aufzubauen. „Dies ist uns dank der guten Zusammenarbeit mit dem Management der Herba in den letzten vier Jahren gelungen. Wir wünschen dem Vorstandsteam weiterhin viel Erfolg bei der Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe“, so Invest-Vorstandschef Gernot Hofer.

Herba hatte zuletzt mehr als 1,7 Milliarden Euro erlöst, nach Erlösschmälerungen konnten knapp 1,6 Milliarden Euro verbucht werden. Das waren 6 Prozent mehr als im Vorjahr. Hinzu kamen 17,5 Millionen Euro aus anderen Geschäftsbereichen, was leicht unter Vorjahr lag. 

Unter dem Strich stand ein Gewinn von 47 Millionen Euro, nach 38 Millionen Euro im Vorjahr. 40 Millionen Euro wurden in die freien Gewinnrücklagen eingestellt, die sich damit auf 71 Millionen summieren. Inklusive des Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 24 Millionen Euro wird ein Bilanzgewinn von 31 Millionen Euro ausgewiesen (Vorjahr: 44 Millionen Euro). Davon gingen 28 Millionen Euro in die Ausschüttung. Im Vorjahr waren es 21 Millionen Euro, 2023 knapp 18 Millionen Euro.

Herba Chemosan war ursprünglich eine Genossenschaft. Zur Jahrtausendwende wollte die Sanacorp die Mehrheit übernehmen, doch dann sorgte der damalige Vorstandschef Wolfang Mähr dafür, dass das Unternehmen stattdessen an Gehe ging. Mähr war danach bei Gehe/Celesio für das Großhandelsgeschäft verantwortlich und später für Walgreens Boots Alliance (WBA) tätig. Heute ist er Aufsichtsratschef bei Alliance Healthcare Deutschland (AHD).



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