PHAGO-Arzneimittel-Radar: Keine versorgungskritischen Einschränkungen


Redaktion

Leere Tablettenblister
Der Anteil der Arzneimittel, die als lieferkritisch eingestuft werden, weil die Nachlieferung seitens der Hersteller verzögert oder eingeschränkt erwartet wird, hat sich in den meisten Indikationsgebieten verbessert.Foto: Klaus Eppele/stock.adobe.com

„Aktuell stellen wir keine Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Verfügbarkeit von Arzneimitteln oder Medizinprodukten fest“, so PHAGO-Generalsekretärin Monika Vögele. Aufgrund der Anfälligkeit der Lieferketten durch den Krieg im Nahen Osten haben die Betriebe des österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhandels Sicherheitsvorkehrungen getroffen.
 
In den 23 Arzneimittellagern der PHAGO Mitglieder in ganz Österreich werden zwölf Millionen Packungen bevorratet. Nach Warnungen aus Deutschland, dass medizinische Schutzausrüstung, insbesondere Schutzhandschuhe wegen der Eskalation am Persischen Golf bald knapp werden könne, monitoren die PHAGO-Vollgroßhändler diesen Bereich zusätzlich. 

Auf dem Arzneimittel-Radar der PHAGO-Vollgroßhändler zeigt sich mit Ende des ersten Quartals 2026 gegenüber dem Vorjahr: Der Anteil der Arzneimittel, die als lieferkritisch eingestuft werden, weil die Nachlieferung seitens der Hersteller verzögert oder eingeschränkt erwartet wird, hat sich in den meisten Indikationsgebieten verbessert. So sind etwa 94 Prozent aller Herz/Kreislaufmedikamente problemlos erhältlich, auch fast alle Antibiotika und Antirheumatika sind verfügbar.

Sechs fokussierte Indikationsgruppen:

  • Der Nachschub bei blutstillenden Arzneimitteln droht zu stocken.
  • Ein Viertel aller Augentropfen wird weiterhin als lieferkritisch eingestuft – bei Insulin und oralen Antidiabetika sind es über 40 Prozent.
  • Einzelne Schlaf- und Beruhigungsmittel sind unter Beobachtung.
  • Arzneimittel für Pankreatitis müssen kontingentiert ausgeliefert werden, damit es aufgrund bestehender Engpässe zu einer sachgerechten Aufteilung kommt – ebenso einzelne Hormonersatztherapien.


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