Mit einer Investition von mehr als 100 Millionen Euro bau Boehringer Ingelheim seinen Campus in Wien-Meidling weiter aus. Das neue Büro- und Verwaltungsgebäude soll bis 2027 fertiggestellt werden und Platz für bis zu 990 Mitarbeitende bieten. Gleichzeitig setzt das Unternehmen verstärkt auf nachhaltige Gebäudetechnik und moderne Arbeitswelten.
Mit der Grundsteinlegung für das neue Büro- und Verwaltungsgebäude will Boehringer Ingelheim sein langfristiges Engagement in Österreich unterstreichen. Der Neubau entsteht an der Ecke Altmannsdorfer Straße und Breitenfurter Straße in unmittelbarer Nähe der bestehenden Unternehmenszentrale und soll künftig Mitarbeitende zusammenführen, die derzeit auf mehrere Standorte in Wien verteilt sind.
„Mit dem neuen Gebäude bekennen wir uns klar zum Standort Wien“, betont Generaldirektor Pavol Dobrocky. „Wir investieren damit in die Zukunft unseres Unternehmens und in jede Menschen, die hier jeden Tag wichtige Arbeit leisten.“ Neben zusätzlichen Büroflächen soll auf den bestehenden Campus auch Raum für künftige Erweiterungen in Forschung und Produktion entstehen.
Moderne Arbeitswelt statt klassischer Büros
Der Neubau umfasst rund 25.900 Quadartmeter Bruttogrundfläche, verteilt auf acht oberirdische und zwei unterirdische Geschosse. Geplant sind neben klassischen Büroarbeitsplätzen flexible Arbeitsbereiche, Besprechungszonen, Co-Working-Flächen sowie Kreativräume. Das Smart-Working-Konzept ist für 866 Mitarbeitende ausgelegt, bietet jedoch Platz für bis zu 990 Personen. Ergänzt wird das Gebäude unter anderem durch ein Betriebsrestaurant, einen Gästespeisesaal, eine Barista-Station und einen Minimarkt.
Nachhaltigkeit als zentrales Element
Ein Schwerpunkt des Neubaus liegt auf der Energieeffizienz. Das Gebäude setzt auf Geothermie, Photovoltaik, Wärmepumpen sowie ein moderne Gebäudetechnik, um den Energiebedarf möglichst nachhaltig zu decken. „Das neue Gebäude basiert auf einem modernen Energie- und Gebäudekonzept. Geothermie, Photovoltaik und eine durchdachte Gebäudetechnik tragen dazu bei, den Energiebedarf des Gebäudes effizient zu decken“, erklärt Harald Freudenthaler, Leiter Global Facilities and Engineering RCV.
Bereits zu Beginn des Projekts wurden 90 Erdwärmesonden mit einer Tiefe von jeweils 150 Metern eingebracht. Gemeinsam liefern sie rund 420 Kilowatt Leistung, rechnerisch genug, um etwa 52 Einfamilienhäuser mit Energie zu versorgen. Auch Regenwassernutzung, begrünte Innenhöfe und Dachterrassengärten sind Teil des Nachhaltigkeitskonzepts.
Der Campus wird zudem für unterschiedliche Mobilitätsformen ausgebaut. Vorgesehen sind 140 Pkw-Stellplätze, darunter 25 Doppelladestationen für Elektrofahrzeuge mit Vorbereitung für weitere Ladepunkte. Für Radfahrer:innen entstehen 152 Fahrradstellplätze, ergänzt durch 48 Ladeplätze für E-Bikes sowie Abstellflächen für Lastenräder.
Fertigstellung für 2027 geplant
Der Tiefbau ist bereits abgeschlossen, nun beginnt die Hochbauphase. Parallel laufen die Detailplanungen für Möblierung, IT-Infrastruktur und Fassadengestaltung. Der Einzug in das neue Büro- und Verwaltungsgebäude ist für 2027 vorgesehen. Mit dem Ausbau stärkt Boehringer Ingelheim nicht nur seinen Wiener Campus, sondern auch seine Rolle als Forschungs- und Produktionsstandort. Das Unternehmen beschäftigt in der Region derzeit 5.377 Mitarbeitende, davon 3.464 in Österreich, und koordiniert von Wien aus das Geschäft mit Human- und Tiergesundheitsprodukten in 33 Ländern.
OTS
