Rund 1300 Medikamente sind aktuell von Lieferproblemen betroffen. Die Österreichische Apothekerkammer verweist in dieser angespannten Situation auf die Erfahrung von rund 7000 Apothekerinnen und Apothekern, die ein Versorgungschaos bislang verhindern. Laut einer Umfrage stimmen dem 84 Prozent der Bevölkerung zu.
Insgesamt gibt es aktuell bei 1300 Medikamenten Probleme mit dem Nachschub, teilt der Verband der österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhändler Phago vor kurzem mit.
„Lieferengpässe begleiten uns seit vielen Jahren, sie sind ein gesamteuropäisches Phänomen, das in Wellenbewegungen auftritt. Österreichs Apothekerschaft weiß damit umzugehen. Wir können das Auftreten von Arzneimittel-Lieferengpässen nicht stoppen, aber wir verhindern mit unserer Erfahrung, dass Lieferengpässe nicht zu Versorgungsengpässen führen. Dafür sorgt der große und sehr zeitintensive Einsatz der Apothekerinnen und Apotheker“, führt Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer aus. „Die Apotheken sind dabei als ‚Orte der Problemlösung‘ zu bezeichnen. Ohne Apotheken hätten wir ein Versorgungschaos“, gibt sie zu bedenken.
Vor Chaos bewahrt: 84 Prozent stimmen zu
Eine aktuelle repräsentative Befragung der österreichischen Wohnbevölkerung ab 18 Jahren, durchgeführt vom Marktforschungsinstitut Integral, betont die Wichtigkeit der Apotheken für die Gesundheitsversorgung der Menschen. Demnach stimmen 84 Prozent der befragten Personen der Aussage zu: „In Österreich haben die Apotheken dazu beigetragen, dass es bei Arzneimittel-Lieferengpässen bisher nicht zu einem großen Chaos in der Versorgung gekommen ist.“
Neue App soll Suche erleichtern
Die neue ApoApp der Apothekerkammer erleichtert die Medikamentensuche für Patientinnen und Patienten nachhaltig, wird in der Aussendung mitgeteilt. Sie könne der Bevölkerung gezielt die nächstgelegene Apotheke anzeigen, in der das gesuchte Medikament verfügbar ist. „Mit wenigen Klicks lässt sich herausfinden, welche Apotheke in der Nähe geöffnet hat und wer ein benötigtes Medikament vorrätig hat. Und sollte einmal ein Medikament nicht verfügbar sein, wird in der Apotheke vor Ort immer eine individuelle Lösung gefunden“, verspricht Mursch-Edlmayr. Bei der herrschenden Witterung und Schneesituation sei diese Erleichterung bei der Medikamentenbeschaffung umso wichtiger, ergänzt die Apothekerkammer-Präsidentin.
OTS ÖSTERR. APOTHEKERKAMMER
