In der systematischen Übersichtsarbeit untersuchten Wissenschaftler:innen, ob eine Statintherapie bei hospitalisierten Patient:innen mit Covid-19 sicher ist. Darüber hinaus prüften sie, ob die Behandlung mit Statinen mit einer veränderten Sterblichkeit einhergeht.
Reduzierte 30-Tage-Sterblichkeit
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaflter werteten Daten von etwa 3900 hospitalisierten Patient:innen mit Covid 19 aus, davon rund 34 Prozent Frauen. Diese hatten größtenteils noch keine Statine eingenommen. Die Nachbeobachtung erfolgte im Mittel über 37 Tage.
Nach Angaben der Forschenden wurden ausschließlich randomisierte und kontrollierte Studien herangezogen. In diesen wurden Statine mit Placebo oder Standardtherapie verglichen. Der primäre Endpunkt war die 30-Tage-Gesamtmortalität. Als Sicherheitsendpunkt wurden Myopathien und Erhöhungen der Leberenzyme erfasst.
Sterblichkeit minus 3 Prozent
Bei Patient:innen, die Statine erhielten, lag die 30-Tage-Sterblichkeit bei 20,9 Prozent in Kontrollgruppe lag sie bei 23,8 Prozent. Dementsprechend starben unter Statingabe etwa drei Prozent weniger.
Die Forschenden geben an, dass das Sterberisiko in der Statingruppe etwa 18 Prozent niedriger war als in der Kontrollgruppe. Muskelprobleme traten nur selten auf und etwas häufiger bei den Patient:innen, die Statine bekamen. Erhöhungen der Leberenzyme kamen in beiden Gruppen ähnlich häufig vor. „Die Statintherapie war mit einer geringeren Sterblichkeit verbunden und zeigte ein sehr gutes Sicherheitsprofil“, betonen die Forschenden abschließend.
Die Studie mit dem Titel „Safety and effectiveness of statins in hospitalized patients with COVID-19: Systematic review and collaborative meta-analysis of randomized controlled trials“ wurde von einem internationalen Team mit Beteiligung der Icahn School of Medicine at Mount Sinai durchgeführt und im Fachjournal Thrombosis Research veröffentlicht.
