Korean Skincare: Was macht sie so beliebt?


Sanja Agatic

Symbolbild: Geöffnetes Kosmetikprodukt mit rosafarbenen Inhalt.
Innovative Formulierung, ungewöhnliche Inhaltstoffe und mehrstufige Pflegeroutinen haben koreanische Hautpflege weltweit bekannt gemacht. Ob die Produkte ihren Ruf rechtfertigen, hängt jedoch von den enthaltenen Wirkstoffen und den individuellen Hautbedürfnissen ab. Foto:stock.adobe.com/Olga

Schneckenschleim, Reisextrakte und mehrstufige Pflegeroutinen: Korean Skincare hat sich in den vergangenen Jahren von einem Nischentrend zu einem festen Bestandteil des europäischen Hautpflegemarktes entwickelt. Vor allem in sozialen Medien erfreuen sich koreanische Produkte großer Beliebtheit. Doch was unterscheidet K-Beauty tatsächlich von europäischer Hautpflege und ist sie wirklich besser?

Während viele europäische Hautpflegeprodukte darauf ausgerichtet sind, bestehende Hautprobleme wie Akne, Falten oder Pigmentflecken zu behandeln, verfolgt Korean Skincare häufig einen präventiven Ansatz. Im Mittelpunkt stehen die Hautbarriere, eine ausreichende Feuchtigkeitsversorgung und täglicher Sonnenschutz. Anstatt einzelne Hautprobleme gezielt zu bekämpfen, soll die Haut langfristig gesund gehalten werden. Dieser Ansatz spiegelt sich auch in den oft mehrstufigen Pflegeroutinen wider, die mehrere auseinander abgestimmte Produkte kombinieren.

Die bekanntesten Wirkstoffe der K-Beauty

Korean Skincare wird häufig mit ungewöhnlichen Inhaltsstoffen in Verbindung gebracht, die mittlerweile auch in Europa große Aufmerksamkeit erhalten. Viele dieser Wirkstoffe sollen die Hautbarriere unterstützen, Feuchtigkeit spenden oder gereizte Haut beruhigen. Zu den bekanntesten zählen:

  • Schneckensekretfiltrat (Snail Mucin): soll die Haut mit Feuchtigkeit versorgen und die Regeneration unterstützen
  • Tigergras (Centella asiatica): wird vor allem wegen seiner hautberuhigenden Eigenschaften eingesetzt und findet sich häufig in Produkten für empfindliche oder zu Rötung neigende Haut
  • Propolis: Bienenharz, das pflegende und antioxidative Eigenschaften besitzt
  • Ceramide: unterstützt die Hautbarriere und helfen, Feuchtigkeit in der Haut zu halten
  • Hyaluronsäure: zählt zu den wichtigsten Feuchtigkeitsspendern und kommt in zahlreichen Seren und Cremes zum Einsatz
  • Fermentierte Inhaltsstoffe: sollen die Aufnahme bestimmter Wirkstoffe verbessern und sin ein typisches Merkmal vieler koreanischer Formulierungen
  • Haar-Essig mit Essig und Mandarinen-Extrakt

Auffällig ist, dass viele koreanische Produkte weniger auf einzelne hochkonzentrierte Wirkstoffe setzen, sondern mehrere pflegende Komponenten miteinander kombinieren. Ziel ist meist nicht die schnelle Korrektur eines Hautproblems, sondern die langfristige Unterstützung der Hautbarriere.

Ein wesentlicher Grund für den Erfolg koreanischer Produkte sind ihre Formulierungen. Viele Seren, Cremes und Sonnenschutzprodukte zeichnen sich durch leichte Texturen aus, die schnell einziehen und kein schweres Hautgefühl hinterlassen. Besonders beim Sonnenschutz gilt Südkorea als Vorreiter. Viele Anwender greifen lieber zu leichten Fluiden oder Gels als zu klassischen, oft reichhaltigeren Sonnenschutzprodukten. Da Sonnenschutz nur wirkt, wenn er regelmäßig verwendet wird, kann die angenehme Anwendung einen entscheidenden Vorteil darstellen.

Vorsicht bei Direktimporten

Nicht jedes Produkt, das über internationale Online-Plattformen bestellt wird, entspricht automatisch den europäischen Kennzeichnungs- und Sicherheitsvorgaben. Verbraucher sollten daher auf seriöse Händler achten und bevorzugt Produkte kaufen, die offiziell für den europäischen Markt zugelassen sind.



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