Kohlpharma ist der Branchenprimus unter den Parallelimporteuren in Deutschland. Jetzt kommt das Unternehmen nach Österreich, wo bislang Abacus, Emra, Eurim und Orifarm das Sagen haben.
Seit 1. Juni vertreibt Kohlpharma hierzulande diverse Parallelimporte im österreichischen Markt. Zum Markteintritt werden knapp über 110 PZN angeboten, das Sortiment soll in den nächsten Monaten deutlich ausgeweitet werden.
In Wien wurde eine Vertriebsniederlassung aufgebaut, in der sich sechs Personen um alle Themen rund um den Vertrieb kümmern. Geschäftsführer ist Sekotill Ulrich, der früher Österreichchef von Hexal und Klosterfrau war.
Von den Wettbewerbern im Markt will man sich dadurch unterscheiden, dass man den Apotheken ein einfaches Rabattmodell mit fixen Rabatten bietet, was die Abwicklung über den pharmazeutischen Großhandel im Apothekenalltag vereinfacht. „Ein Rabatt für das gesamte Sortiment“, lautet das Motto.
Geschäftsführer Jörg Geller bezeichnet die Gründung in Wien als wichtigen Meilenstein im Rahmen der internationalen Wachstumsstrategie. „Eine eigene Gesellschaft bietet eine Reihe von Vorteilen: Der Wichtigste ist sicher, dass wir selbst das Heft in der haben. Wir sind seit Gründung 1979 ein inhabergeführtes Familienunternehmen. Das hat natürlich Einfluss auf die Art des Umgangs mit Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten. Die Zuverlässigkeit, Bodenständigkeit, vor allem aber die persönliche Nähe wird von all unseren Partnern sehr geschätzt. Diese Werte können wir im eigenen Unternehmen viel besser vermitteln als mit externen Partnern.“
Und Co-Geschäftsführer Marc Hargarter ergänzt: „Apothekeninhaberinnen und -inhaber in Deutschland schätzen seit Jahrzehnten, dass wir sie zuverlässig besuchen und systematisch unterstützen. Wir haben immer wieder Ideen und Konzepte, mit denen wir ihre Ertragskraft auf vielfältige Weise stärken oder sie bei ihren Prozessen entlasten können. Und wir setzen uns aktiv für den Erhalt der Vor-Ort-Apotheken ein. Wir sind deshalb überzeugt, dass wir unsere Stärken auch zum Nutzen der öffentlichen Apotheken und deren Kunden in Österreich einbringen zu können.“
