„Arzneimittel müssen als Investitionsgüter angesehen werden“


Redaktion

Symbolbild: Mitarbeitende einer Apotheke hinter der Tara.
Apotheken können nur gut versorgen, wenn die Lieferengpässe sie nicht behindern, macht der PHARMIG im Hinblick auf die teils angespannte Lage bei den Lieferengpässen deutlich.Foto:stock.adobe.com/Zamrznuti tonovi

Zum Welttag der Apotheken unterstreicht der PHARMIG die Rolle der Apotheken vor Ort. Sie könnten die Patient:innen aber nur mit jenen Medikamenten versorgen, die sie auch im Lager haben. Geopolitische Entwicklungen, ein anhaltender Preisdruck und eine restriktive Preisgestaltung machten das aber immer schwieriger.

nvestitionsgüter angesehen werden und dass nicht permanent und ausschließlich ihre Kosten im Mittelpunkt stehen. Dem folgend sollte die Politik die Rahmenbedingungen für den Medikamentenbereich so ausgestalten, dass sowohl bewährte wie auch innovative Medikamente weiterhin Teil einer qualitativ hochwertigen und vielfältigen Versorgung sein können“, plädiert PHARMIG-Generalsekretär Alexander Herzog für ein Umdenken.

Monatlich würden bis zu 20 Arzneimittel aus dem Erstattungskodex fallen, die Folge sind zunehmend weniger Behandlungsoptionen. Oftmals könnten Hersteller ihre Produkte nicht mehr kostendeckend in der Versorgung halten. „Das erhöht die Abhängigkeit von immer weniger Anbietern, was Gift für die Versorgungssicherheit ist. Denn wenn es dann irgendwelche Probleme in der Lieferkette gibt, kann kaum oder nur mit großem Aufwand ein Ersatz gefunden werden“, warnt Herzog.

Rund 220 Millionen Arzneimittelpackungen gehen jährlich von den Herstellern über den Großhandel in die österreichischen Apotheken – keine Selbstverständlichkeit. „Eine sichere Arzneimittelversorgung braucht Vielfalt. Je mehr Arzneimittel und Anbieter dauerhaft in der Versorgung bleiben, desto widerstandsfähiger ist das System gegenüber Krisen, Lieferengpässen und anderen Verwerfungen“, so Herzog. Jetzt sei es wichtig, „schnell die richtigen Weichen zu stellen, idealerweise mit der von der Politik ohnehin beabsichtigten Life-Sciences-Strategie“. Das diene auch der Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Österreich.



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