Nach rückläufigen Verkaufszahlen im ersten Quartal zeigt auch die Halbjahresbilanz ApoLife-Apotheken keine Erholung. Erstmals lagen die Umsätze in den ersten sechs Monaten in absoluten Zahlen unter dem Vorjahresniveau. Generalsekretär Martin R. Geisler bringt die angespannte Lage angesichts der sinkenden Umsätze auf den Punkt: „[…] diese Sehnsucht nach Stagnation sagt eigentlich schon alles über den aktuellen Stand und die wirtschaftliche Lage vieler Apotheken aus.“
Berechnungsbasis für die Bilanz sind die kumulierten Umsätze der 117 ApoLife Apotheken in ganz Österreich. Anhand der Daten zeichnet sich folgendes Bild: In den ersten sechs Monaten erzielten diese Apotheken gemeinsam um 0,04 Prozent weniger realen Umsatz. „Das wirkt wenig dramatisch, ist aber im Kontext laufend steigender Personal- und Sachkosten, speziell für Mieten und Energie, für die Apotheken mit ihrem gesetzlichen Versorgungsauftrag eine immer schwierigere Herausforderung“, heißt es in der Aussendung der Firma.
Mag. Martin R. Geisler, Generalsekretär der ApoLife Apothekengruppe, fasst zusammen: „Wenn man auf diese Zahlen schaut, wünscht man sich, dass die Entwicklung der realen Umsätze wenigstens nicht unter die Inflationsrate fallen würde. Und diese Sehnsucht nach Stagnation sagt eigentlich schon alles über den aktuellen Stand und die wirtschaftliche Lage vieler Apotheken aus.“ Bereits im Jänner äußert sich Geisler zur derzeitigen Lage: „Wir müssen damit rechnen, dass weitere Apotheken in die Nähe der Verlustzone rutschen.“
Zuwachs bei Augenpräparaten und Mitteln gegen Reisekrankheiten
Erneut zeigen von den 16 Produktkategorien nur acht einen leichten nominellen Zuwachs, meist unter der Inflationsrate. Einzige nennenswerte Zuwächse zeigen Augenpräparate (+ 6,8 Prozent) und Mittel gegen Reisekrankheiten (+ 8,6 Prozent).
Starke Rückgänge gab es dagegen im ersten Halbjahr bei Husten- und Erkältungsmitteln (- 4,4 Prozent), Tonika und vergleichbaren Präparaten (- 10,8 Prozent) sowie Mitteln für Gewichtsabnahme und Schlankheitsmitteln (- 11,3 Prozent).
Rückgänge schon im ersten Quartal sichtbar
Laut der Apolife-Gruppe waren Husten- und Erkältungsmittel im ersten Quartal zwar weiterhin die umsatzstärkste Produktgruppe in den Apotheken. Aufgrund ausbleibender Erkältungswellen gingen die Umsätze in diesem Bereich jedoch um 7,5 Prozent zurück. Anders als in den vergangenen Jahren konnten diese Verluste nicht durch Zuwächse in anderen Produktgruppen ausgeglichen werden. Auch Schmerz- und Rheumamittel, Präparate für Blase und Fortpflanzungsorgane sowie Beruhigungsmittel verzeichneten rückläufige Umsätze.
Die ApoLife Apothekengruppe (Pharmazeutische Arbeitsgemeinschaft Rat & Tat GmbH) wurde 1984 gegründet und umfasst aktuell 115 selbständige Apotheken in allen neun Bundesländern. Der Gruppenumsatz von jährlich rund 480 Millionen Euro wird von etwa 2.000 Mitarbeiter:innen der Apotheken erzielt.
PRESSEMITTEILUNG APOLIFE
