Impfen in Apotheken: Entscheidung im Ministerrat erwartet


Viktoria Anderle

Impfen in der Apotheke
Laut Medienberichten sollen in Apotheken zunächst drei Totimpfstoffe verabreicht werden dürfen: gegen FSME, gegen Hepatitis B sowie als Kombinationsimpfung gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten.Foto: contrastwerkstatt/stock.adobe.com

Heute könnte ein wichtiger Tag für die österreichische Apothekerschaft werden: Medienberichten zufolge soll der Ministerrat heute einen Beschluss zum Impfen in Apotheken fassen. Ab 2027 könnten damit bestimmte Impfungen auch in Apotheken möglich werden. Weitere Details werden nach dem Ministerrat gegen 11 Uhr erwartet.

Wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, soll die Regierung heute die geplante Impfkompetenz für Apothekerinnen und Apotheker behandeln. Es soll nach der politischen Grundsatzentscheidung nun die gesetzliche Grundlage auf den Weg gebracht werden. Welche Regelungen konkret vorgesehen sind, bleibt bis zur offiziellen Vorstellung abzuwarten.

Drei Totimpfstoffe sollen verabreicht werden

Nach Informationen der „Kronen Zeitung“ sollen zunächst Impfungen gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), Hepatitis B sowie die Kombinationsimpfung gegen Tetanus, Keuchhusten und Diphtherie für Personen ab 14 Jahren ermöglicht werden. Dabei handelt es sich um Totimpfstoffe. Geplanter Impfstart soll für die FSME-Impfung in Apotheken das Frühjahr 2027 sein.

Ziel des Vorhabens sei es, den Zugang zu Impfungen zu erleichtern und die Durchimpfungsraten zu erhöhen. Über die Apotheken sollen auch Menschen erreicht werden, die selten eine Arztpraxis aufsuchen. Widerstand dürfte von der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) kommen, die sich bereits mehrfach gegen das Impfen in Apotheken ausgesprochen hat.

Weitere Informationen gegen 11 Uhr

Details sollen im Anschluss an den Ministerrat vorgestellt werden. Für das Pressefoyer gegen 11 Uhr sind Gesundheitsministerin Korinna Schumann, Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl und Staatssekretär Josef Schellhorn angekündigt. Das Pressefoyer wird auf der Website des Bundeskanzleramts live übertragen. Weitere Informationen zum Vorhaben folgen im Anschluss.



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