Psoriasis: Rauchen als Risikofaktor


Viktoria Anderle

Symbolbild: Ein Mensch kratzt seine Hand. Er hat Schuppen und Rötungen.
Die Studie zeigte: Je höher die kumulative Tabakbelastung, desto größer war auch das relative Psoriasisrisiko.AdobeStock_172204495/Ban

Welche Rolle spielen Rauchen und Alkohol beim Entstehen einer Psoriasis? Eine Metaanalyse mit Daten von mehr als 25 Millionen Menschen zeigt vor allem für Tabakkonsum einen deutlichen Zusammenhang. Bei Alkohol ist die Aussagekraft der Ergebnisse geringer.

Rauchen und Alkoholkonsum zählen zu den beeinflussbaren Faktoren, die zahlreiche Erkrankungen begünstigen können. Ob und in welchem Ausmaß sie auch mit dem Auftreten einer Psoriasis zusammenhängen, wurde bisher jedoch nicht einheitlich beantwortet. Ein chinesisches Forschungsteam um Danping Chen untersuchte deshalb die verfügbare Studienlage.

30 Beobachtungsstudien ausgewertet

Für den systematischen Review mit Metaanalyse recherchierte das Team in PubMed, Embase, Web of Science und der Cochrane Library. Berücksichtigt wurden Beobachtungsstudien, die bis zum 2025 veröffentlicht worden waren und den Zusammenhang zwischen Rauchen oder Alkoholkonsum und dem Psoriasisrisiko untersuchten. Insgesamt flossen 30 Studien mit mehr als 25 Millionen Teilnehmenden in die Auswertung ein.

Deutlicher Zusammenhang mit Rauchen

Rauchen war in der zusammengefassten Analyse mit einem um 67 Prozent höheren relativen Psoriasisrisiko verbunden. Zudem fanden sich Hinweise auf einen Dosis-Wirkungs-Zusammenhang: Mit zunehmender kumulativer Tabakbelastung stieg auch das Risiko. Bei ehemaligen Raucherinnen und Rauchern lag es um 38 Prozent höher als bei Menschen, die nie geraucht hatten.

Für Alkoholkonsum ergab sich zunächst ein um 33 Prozent erhöhtes relatives Risiko. Nach einer statistischen Korrektur für mögliche Publikationsverzerrungen fiel die Risikoerhöhung mit 19 Prozent geringer aus. Der Zusammenhang mit Alkohol war damit weniger belastbar und sollte vorsichtig interpretiert werden.

Rauchstopp als Ansatz zur Prävention

Die Autorinnen und Autoren sehen in den Ergebnissen einen weiteren Grund, Rauchstopp-Angebote zu fördern; auch im Hinblick auf die Psoriasisprävention. Die ausgewerteten Beobachtungsstudien zeigen allerdings Zusammenhänge und können für sich allein keine ursächliche Wirkung beweisen. Ebenso lässt sich daraus nicht sicher ableiten, wie stark ein Rauchstopp das individuelle Psoriasisrisiko senkt.

Die Arbeit ist unter dem Titel „Smoking, alcohol consumption, and psoriasis risk: a systematic review and dose-response meta-analysis of observational studies“ im Journal Frontiers in Public Health erschienen. 



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