Das 10-jährige Jubiläum von Bionorica Austria stand ganz im Zeichen von Rückblick und Ausblick. Neben der Feier standen vor allem die Bedeutung pflanzlicher Arzneimittel, regionale Kooperationen, zukünftige Forschungsprojekte sowie die symbolische Pflanzung einer Eiche im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Nach dem Empfang eröffnete Country Head Thomas Bahr in der Garten Tulln das offizielle Programm. Im Rahmen der anschließenden Reden wurde nicht nur die Entwicklung des Unternehmens beleuchtet, sondern auch ein Blick in die Zukunft geworfen. Landesrat Anton Kasser (ÖVP) würdigte in seiner Festrede die internationale Vorreiterrolle des Unternehmens in der Phytotherapie.
Neue Kooperation mit BOKU geplant
Dabei kündigte CEO Professor Dr. Michael Popp ein geplantes Forschungszentrum in Tulln in Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) an. Damit stellte das Unternehmen zusätzliche Forschungsaktivitäten in Niederösterreich in Aussicht. Konkrete Details sind derzeit noch nicht bekannt.
Im weiteren Verlauf diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis im Rahmen eines Podiumsgesprächs über die Rolle von Kooperationen in der Phytotherapie. Unter den Teilnehmern waren unter anderem Mag. Heinz Haberfeld, Mag. pharm. Dr. med. univ. Heinrich Evanzin sowie Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Brigitte Kopp. Mit fachlicher Tiefe und Dynamik führte Dr. Julia Moesslacher durch das Gespräch.
Im Fokus standen Themen wie evidenzbasierte Forschung, nachhaltiger Anbau und die Zusammenarbeit zwischen Apotheken, Medizin und Landwirtschaft. „Die Natur entwickelt für uns Menschen Innovationen, die wir entdecken und nützen müssen!“, fasst ein Satz aus dem Jubiläumsfilm treffend zusammen. Vision sei eine konsequente Ausrichtung auf Forschung, Innovation und Nachhaltigkeit.
Jubiläumstorte
Auch das Jubiläum selbst kam nicht zu kurz: Beim anschließenden Ausklang wurde das 10-jährige Bestehen der Niederlassung feierlich begangen – inklusive Festtagstorte.

Eiche und Schautafel als Andenken
Ein weiterer Höhepunkt der Feierlichkeiten war die Pflanzung einer Eiche im Heilpflanzengarten der Garten Tulln, die als Symbol für Wachstum, Beständigkeit und Nachhaltigkeit steht. Die Wahl ist dabei nicht zufällig: Denn auch der Extrakt der Eichenrinde findet sich in pflanzlichen Arzneimitteln des Unternehmens wieder.
Weiters wurde im Rahmen der Feier eine neue Schautafel zur Schlüsselblume enthüllt. Diese soll künftig über die Bedeutung der Pflanze informieren. Bei der Schlüsselblume (Primula veris) handelt es sich um eine Frühlingspflanze mit langer Tradition in der Naturheilkunde. Ihr Name leitet sich von der charakteristischen Blütenform ab, die an einen Schlüsselbund erinnert. Sie findet sich ebenfalls in verschiedenen Phytopharmaka der Firma als Inhaltsstoff.

Regionale Zusammenarbeit
Die enge Verbindung des Unternehmens zur Landwirtschaft wurde hervorgehoben: Bionorica arbeitet mit mehr als 1000 Bauern in Niederösterreich zusammen. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Betrieb Waldland, der Heilpflanzen – darunter auch die Schlüsselblume – anbaut. 9000 Hektar besonderer Kulturen gebe es in ganz Österreich, 6000 davon in Niederösterreich. Bei Waldland betrage die Gesamtanbaufläche an Heilpflanzen 4000 Hektar, rund 200 davon entfielen auf den Schlüsselblumenanbau. Ihre Pflanzen werden anschließend für die Weiterverarbeitung zu Arzneimitteln genutzt.
Die Schlüsselblume sei die wichtigste Pflanze für das Unternehmen Bionorica, erklärte CEO Popp. „Seit mehr als 20 Jahren kooperieren wir mit Waldland und nutzen die Blüten der Pflanze für unser Sinupret, die Wurzeln für Bronchipret.“
Das Unternehmen Bionorica habe weltweit patentierte Anlagen entwickelt, sei innovativ und digital und verfüge über modernste Produktionsanlagen. Am wichtigsten sei jedoch, so Popp: „Wir produzieren keine Nahrungsergänzungsmittel, sondern wissenschaftlich fundierte, pflanzliche und wirksame Arzneimittel.“
Diese Kooperation verdeutlicht, wie eng regionale Landwirtschaft, wissenschaftliche Forschung und pharmazeutische Herstellung miteinander verknüpft sind.
