Krieg, steigende Dieselpreise und die Arzneimittelversorgung


Redaktion

Symbolbild: Tankstellen Preisanzeige mit dem Wort TEUER.
Durch die hohen Kraftstoffpreise kommt es zu Mehrkosten für die Großhändler. Zusätzlich ist die Topologie Österreichs eine Herausforderung.bluedesign/AdobeStock_463880568

Der Iran-Krieg macht sich zunehmend auch in der Arzneimittelversorgung bemerkbar. Steigende Dieselpreise setzen die Vollgroßhändler finanziell unter Druck und bringen die Logistik an ihre Grenzen. Die Arzneimittel-Vollgroßhändler (PHAGO) warnen daher, dass die Versorgung nur gesichert bleibt, wenn Großhändler im Fall von Engpässen bevorzugt mit Treibstoff versorgt werden.

Der Iran-Krieg und die Folgen: Seit Ausbruch des Iran-Kriegs haben die Arzneimittel-Vollgroßhändler PHAGO aktuell eine Mehrbelastung in Höhe von 280.000 Euro durch die hohen Dieselpreise zu tragen. Bis Ende April steigen die Kosten auf 330.000 Euro. Solange sich die Spritpreise nicht ändern, liegt die Mehrbelastung ab Mai jeden Monat bei rund 165.000 Euro.

5 Prozent weniger Diesel

Die Ankündigung des Wirtschaftsministeriums, dass die Kriegsfolgen zeitverzögert auch auf dem internationalen Treibstoffmarkt in Europa ankommen und ab Mai 5 Prozent weniger Diesel zur Verfügung stehen könnten, alarmiert die PHAGO-Vollgroßhändler. PHAGO-Generalsekretärin Monika Vögele erklärt: „Österreich ist aufgrund seiner Topografie eine logistische Herausforderung. Die PHAGO-Vollgroßhändler liefern binnen weniger Stunden Arzneimittel an jede Apotheke Österreichs. Davon profitieren gerade die Patientinnen und Patienten in ländlichen Gebieten.“

Priorisierung der Vollgroßhändler wichtig

Als kritische Infrastruktur müssen die Arzneimittel-Vollgroßhändler priorisiert werden, sollte es zu Einschränkungen bei Treibstoff kommen. Mila Pohl, stv. PHAGO-Generalsekretärin: „Die flächendeckende Versorgung der österreichischen Bevölkerung kann nur gewährleistet werden, wenn wir im Fall einer Treibstoffrationierung vorrangig mit Diesel versorgt werden. Die Bundesregierung hat betont, dass die Versorgungssicherheit oberste Priorität habe.“ Die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie abhängig Österreich von internationalen Lieferketten sei. Der Arzneimittelbereich sei daher besonders zu schützen, so Mila Pohl. Schließlich liefern die PHAGO-Betriebe 20 Millionen Arzneimittelpackungen pro Monat aus.

PRESSEAUSSENDUNG PHAGO



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