Rückruf bei Calcium-Vitamin-D3-Kautabletten


Viktoria Anderle

Symbolbild: Ein Warnschild wie im Verkehr - rot umrandetes Dreieck mit den Worten "Rückruf".
Die Kautabletten werden bei Calcium- und Vitamin-D-Mangel sowie ergänzend bei Osteoporose eingesetzt.Daniel Ernst/AdobeStock_273673355

Eine Charge von Maxi-Kalz Vit.D3 500 mg/400 I.E. Kautabletten wird wegen nicht eingemeldeter Seriennummern zurückgerufen. Bei betroffenen Packungen kann dadurch beim Scannen eine Fehlermeldung auftreten. Der Rückruf erfolgt bis auf Apothekenebene.

Wie das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) mitteilt, ist eine Charge des Zulassungsinhabers Viatris Austria GmbH betroffen. Das Unternehmen informierte seine belieferten Kundinnen und Kunden mit Schreiben vom 27. Oktober über den Rückruf.

Hintergrund ist laut BASG, dass „mehrere Seriennummern bei der genannten Charge nicht eingemeldet wurden“. Bei einigen Packungen kann deshalb die Fehlermeldung „Die gescannte/eingegebene Seriennummer ist nicht bekannt“ erscheinen. Der Rückruf ist der Risikoklasse III zugeordnet. Es handelt sich hierbei um „ein Szenario, das möglicherweise keine erhebliche Gefahr für die Gesundheit darstellt“.

Betroffene Charge

  • Präparat: Maxi-Kalz Vit.D3 500 mg/400 I.E. Kautabletten
  • Pharmazentralnummer: 2454679
  • Chargennummer: 26060327
  • Verfalldatum: 31. Mai 2028

Der Rückruf betrifft ausschließlich die angeführte Charge und reicht bis auf Apothekenebene.

Calcium und Vitamin D bei Mangelzuständen

Maxi-Kalz Vit.D3 enthält pro Kautablette 500 mg Calcium in Form von Calciumcarbonat und 400 Internationale Einheiten (I.E.) Colecalciferol, entsprechend 10 µg Vitamin D3. Das Arzneimittel wird zur Vorbeugung und Behandlung von Calcium- und Vitamin-D-Mangelzuständen bei älteren Menschen eingesetzt. Außerdem dient es als ergänzende Behandlung bei Erwachsenen mit Osteoporose, bei denen ein Risiko für solche Mangelzustände besteht.

Die Tabletten können zerbissen oder gelutscht werden. Wird das Präparat über eine längere Zeit angewendet, ist der Calciumspiegel im Blut zu kontrollieren sowie die Nierenfunktion durch Messungen des Serumkreatinins zu überwachen. Besonders wichtig ist die Überprüfung dieser Parameter bei Personen im höheren Alter und bei einer gleichzeitigen Einnahme von Herzglykosiden oder Diuretika. Bei Anzeichen einer Hypercalcämie und/oder Hypercalciurie, soll die Behandlung beendet werden.

Bei der Einnahme sind auch Wechselwirkungen mit Nahrungsmitteln zu beachten: Oxalsäure, etwa aus Spinat und Rhabarber, sowie Phytinsäure aus Vollkornprodukten können die Calciumaufnahme vermindern.



– Newsletter

Bleiben Sie stets informiert!