Nach Monaten mit Insolvenz, Einbrüchen und Negativschlagzeilen hellt sich das Medienbild der Apotheken im zweiten Quartal wieder auf. Eine Analyse der ApoLife Apothekengruppe zeigt: Im zweiten Quartal rückten Apotheker:innen wieder stärker als Fachpersonen, lokale Initiativen und Serviceangebote in den Fokus. Gleichzeitig haben Themen wie Impfen oder Online-Apotheken deutlich an medialer Aufmerksamkeit verloren.
Das öffentliche Bild der Apotheken in Österreich hat sich im zweiten Quartal 2026 spürbar verändert. Laut einer Medienanalyse der Apolife Apothekengruppe nahm der Anteil negativer Berichterstattung, etwa über Insolvenzen oder Einbrüche auf unter acht Prozent ab. Damit dominierten wieder häufiger Beiträge, die den Berufsstand und die Leistungen der Apotheke in den Mittelpunkt stellten.
Impfen, Digitalisierung und Online-Apotheken verlieren an Aufmerksamkeit
Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend bei der Berichterstattung über Apothekerinnen und Apotheker als Persönlichkeiten und Kompetenzträger. Gemeinsam mit Artikeln über lokale Aktivitäten und Serviceangebote machten diese Themen 18 Prozent aller apothekenbezogenen Medienberichte aus und stellten damit einen der größten Themenblöcke dar. Auch Serviceangebote gewannen an Bedeutung. Berichte über Weiterbildungen, medizinische Schwerpunkte oder Angebote für Apothekenteams verdoppelten ihren Anteil auf acht Prozent. Dagegen verlor das Thema Impfen deutlich an Präsenz: Der Anteil entsprechender Berichte sank von 11 auf 3 Prozent
Weniger Aufmerksamkeit erhielten außerdem Zukunftsthemen. Beiträge zu Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz, Apps und der Zukunft der Apotheken erreichten knapp sieben Prozent und lagen damit deutlich unter den zwölf Prozent des ersten Quartals. Auch Online-Apotheken rückten seltener in den Fokus, ihr Anteil ging von acht auf etwas mehr als fünf Prozent zurück.
Auffällige Einzelgeschichten sorgen für mediale Akzente
Für Aufmerksamkeit sorgten hingegen einzelne außergewöhnliche Geschichten. Genannt werden unter anderem ein Apotheker in Osttirol mit einem selbst entwickelten Kräuterbitter, ein Bericht über die Risiken von Healt-Influencern sowie die Geschichte einer Apotheke in Wels, die einem Diabetespatienten einen Assistenzhund spendete.
„Ein realistisches Bild der Apotheken“
Mag. Martin R. Geisler, Generalsekretär der ApoLife Apothekengruppe, sieht darin eine Rückkehr zu einer ausgewogeneren Berichterstattung: „Nach einem ersten ersten Quartal mit vielen negativen, oft auch reißerischen Artikeln rund um Apotheken ist wieder ein realistisches Bild im Vordergrund, das die Stärken und Leistungen der Apotheke wiedergibt. Das freut mich vor allem für die vielen Kolleg:innen und Apothekenteams im ganzen Land, die täglich ihr Bestes geben, unter oft schwierigen Umständen.“
Nach Angaben der ApoLife Apothekengruppe soll die Medienanalyse auch in den kommenden Quartalen fortgeführt werden, um Veränderungen in der Themenlandschaft rund um Österreichs Apotheken weiter zu beobachten.
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