Rauchstopp als Hebel für Gesundheit und Versorgung


Redaktion

Smybolbild: abgerauchte Zigarette
Rauchstopp bleibt einer der wichtigsten Hebel der Prävention. Wer auf Tabak verzichtet, senkt Krankheitsrisiken und entlastet zugleich das Gesundheitssystem.Foto: Manuel/stock.adobe.com

Rauchen bleibt eines der größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken. Anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai erinnert die PHARMIG daran, dass Tabakverzicht nicht nur einzelne Erkrankungen verhindern kann, sondern auch das Gesundheitssystem entlastet.

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben weltweit jedes Jahr mehr als sieben Millionen Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. In Österreich sind es laut Epidemiologiebericht Sucht 2025 mehr als 8.500 Todesfälle pro Jahr. Ein erheblicher Teil dieser Erkrankungen und Todesfälle wäre durch konsequente Prävention vermeidbar.

„Rauchen ist kein harmloses Laster, sondern ein vermeidbarer Risikofaktor für schwere Erkrankungen und vorzeitige Todesfälle“, betont Mag. Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG. Wer mit dem Rauchen aufhöre oder gar nicht erst beginne, schütze nicht nur die eigene Gesundheit, sondern trage auch dazu bei, Ressourcen zu schonen und die medizinische Versorgung zu entlasten.

Prävention statt später Behandlung

Besonders deutlich wird die Bedeutung beim Thema Krebs. Rauchen gilt als Hauptursache für Lungenkrebs. Der Europäische Plan zur Krebsbekämpfung zeigt zudem, dass rund 40 Prozent der Krebsfälle durch wirksame Prävention vermeidbar wären. Neben Tabakkonsum zählen auch Lebensstilfaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel und übermäßiger Alkoholkonsum zu relevanten Risiken. In Europa gibt es laut Europäischer Kommission jährlich rund 2,7 Millionen Krebsneuerkrankungen, in Österreich aktuell rund 40.000 Behandlungen, Arbeitsausfälle und steigender Pflegebedarf verursachen hohe Kosten. Präventionsmaßnahmen werden damit zu einem zentralen Hebel, um Erkrankungen und Folgekosten zu reduzieren.

Nikotin ist weiterhin die am weitesten verbreitete Sucht in Österreich laut aktuellem Drogenbericht. Rund 24 Prozent der Bevölkerung konsumieren täglich Nikotin, sei es in Form von klassischen Zigaretten, E-Zigaretten oder anderen Produkten. Der Anteil der Rauchenden ist seit 2002 um mehr als zwei Drittel zurückgegangen. Während der Zigarettenkonsum rückläufig ist, steigt jedoch die Nutzung neuer Produkte wie E-Zigaretten, Tabakerhitzer und Nikotinbeutel deutlich an. 

Besonders bei Jugendlichen zeigt sich diese Verschiebung. Der Drogenbericht sieht eine problematische Entwicklung: Der „Dual Use“, also das zusätzliche Anwenden von elektronischen Nikotinquellen und herkömmlichen Zigaretten, wird häufig beobachtet.

Gesunder Lebensstil bleibt entscheidend

Zwar seien in den vergangenen Jahren in Europa mehr als 100 Onkologika zur Zulassung empfohlen worden, mehr als 2000 onkologische Wirkstoffe befänden sich in der Pipeline. Dennoch bleibe Vorbeugung entscheidend. Herzog bringt es auf den Punkt: „Auch wenn viele Krebsarten heute gut behandelbar sind, bleibt für jeden Einzelnen ein gesunder Lebensstil entscheidend.“

Der Weltnichtrauchertag macht damit sichtbar, worum es beim Rauchstopp geht: nicht nur um Verzicht, sondern um konkrete Gesundheitsvorsorge. Jeder nicht gerauchte Tag senkt Risiken, für den Einzelnen und für ein Gesundheitssystem, das zunehmen unter Druck steht.

OTS PHARMIG



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