Ein versuchter Einbruch in der Nacht, ein Diebstahl mitten im Verkaufsraum und ein beschädigtes Apothekenlogo: Die Dreifaltigkeits-Apotheke in Wien-Fünfhaus musste sich innerhalb weniger Wochen gleich mit mehreren Sicherheitsvorfällen auseinandersetzen. Für Inhaberin Mag. Brigitte Gotwald-Thurner zeigt sich dabei vor allem eines: Absolute Sicherheit gibt es nicht.
In der Nacht vom 1. auf den 2. Mai versuchte ein bislang unbekannter Täter, in die Dreifaltigkeits-Apotheke im 15. Wiener Gemeindebezirk einzubrechen. Die angefertigten Videoaufzeichnungen lieferten nur eingeschränkte Hinweise. Wie Inhaberin Mag. Brigitte Gotwald-Thurner berichtet, ging der Mann dabei gezielt und mit professionellem Werkzeug vor. Offenbar versuchte er, eginen kreisförmigen Ausschnitt aus der Eingangstür herauszutrennen, um sich so Zugang zur Apotheke zu verschaffen.
Der Einbruchsversuch blieb jedoch erfolglos. Zwar wurde die Eingangstür beschädigt, in die Apotheke selbst gelangte der Täter aber nicht. Nach Angaben von Gotwald-Thurner scheiterte der Versuch am Sicherheitsglas. Der Vorfall wurde in weiterer Folge sowohl der Polizei als auch der Versicherung gemeldet.


„Absolute Sicherheit gibt es leider nicht“
„Wir haben auf den Aufnahmen nur die Füße gesehen“, sagt Gotwald-Thurner. Der Grund dafür seien datenschutzrechtliche Vorgaben: Kameras dürften weder gezielt Gesichter noch den Bereich außerhalb der Apotheke in Richtung Straße filmen. Die Inhaberin vermutet, dass Täter bei Einbrüchen in Apotheken vor allem auf Suchtgift oder Bargeld hoffen. Tatsächlich sei die vermeintliche schnelle Beute aber deutlich schwerer zugänglich, als viele annehmen. Sowohl Suchtgifte als auch Bargeld würden in der Apotheke zusätzlich gesichert und getrennt verwahrt.
Die Dreifaltigkeits-Apotheke sei zudem bereits mit mehreren Sicherheitsmaßnahmen ausgestattet. Welche weiteren Sicherheitsmaßnahmen nach dem Vorfall gesetzt werden, ließ die Inhaberin offen. Eine Lehre zieht sie aus den Ergebnissen aber sehr deutlich. „Ich glaube, man sollte sowohl im Berufsalltag als auch privat aufmerksam sein, weil man nie weiß, wann etwas passiert“, sagt Gotwald-Thurner. „Absolute Sicherheit gibt es leider nicht.“
Diebstahl in der Offizin
Doch der versuchte Einbruch blieb nicht der einzige Vorfall. Kurz davor kam es auch in der Offizin zu einem Diebstahl. Ein Arzt aus der Umgebung hatte während seines Aufenthalts in der Apotheke unbemerkt 50 Euro verloren. Der Geldschein fiel im Kundenbereich zu Boden. Auf den Videoaufzeichnungen war später zu sehen, wie ein anderer Kunde das Geld bemerkte, es zunächst mit dem Fuß verdeckte und anschließend an sich nahm.
Brisant: Der Mann löste danach auch noch ein Rezept in der Apotheke ein. Dadurch lagen seine Daten vor, was die Zuordnung des Vorfalls erleichterte. Gemeinsam mit den Kameraaufnahmen ließ sich der Ablauf so eindeutig nachvollziehen.
Beschädigtes Apothekenlogo

Gotwald-Thurner bemerkte zunächst nur, dass das Symbol leicht schief hing. Erst eine Kollegin entdeckte bei genauerem Hinsehen einen Riss in der Halterung. Die Vermutung: Ein Baufahrzeug könnte den Ausleger touchiert haben. Um ein Abstürzen zu verhindern, wurde die Feuerwehr verständigt und das beschädigte Apothekenlogo entfernt.
